6 Phasen · 1 Ziel

Wegzug in die USA: Den Systemwechsel meistern.

Ihr Ziel steht fest. Was Ihnen fehlt: ein Verantwortlicher, der Visa-Prozess, Wegzug und US-Neustart in der richtigen Reihenfolge aufeinander abstimmt. Damit Sie Deutschland sauber beenden und Ihr volles unternehmerisches Potenzial in den USA ab Tag 1 entfalten.

Markus Mehlig · Rechtsanwalt seit 2009

Phase 1

Die Standortentscheidung.

Ab dem Moment, in dem die Entscheidung fällt, liegt der Fokus auf den USA. Die Fragen drehen sich um Bundesstaat, Schule, Wohnung, Geschäftsmodell.

Die Standortwahl fällt früh, weil sie den privaten und unternehmerischen Bereich am stärksten beeinflusst. Die Gründe sind stets individuell. Aber sie haben Auswirkungen auf Deutschland, die auch nach dem Wegzug noch jahrelang nachwirken können.

Was das für Ihre Planung bedeutet

Die Wahl des US-Lebensmittelpunktes entscheidet mit darüber, welche steuerlichen Folgen in Deutschland nach dem Wegzug fortwirken.

Phase 2

Das Visum — und die Fakten, die es schafft.

Sobald der Entschluss steht, übernimmt die Visa-Logik. Der Immigration Attorney erklärt die Voraussetzungen für das E-2-Visum: eine aktive US-Gesellschaft, eine substanzielle Investition, ein tragfähiger Businessplan.

Das Problem ist nicht Inkompetenz. Das Problem ist der Auftrag: Er endet an der Grenze des Aufenthaltsrechts. Niemand im Visa-Prozess hat den Auftrag, die steuerlichen Folgen der Handlungen zu prüfen, die das Einwanderungsrecht verlangt.

Jede Handlung, die der Visa-Prozess verlangt — LLC-Gründung, Kapitaltransfer, Geschäftsbetrieb — erzeugt steuerliche Konsequenzen in zwei Ländern.

Was das für Ihre Planung bedeutet

Ohne jemanden, der Einwanderungsrecht und Steuerrecht integriert, entstehen Konflikte, die sich erst Monate oder Jahre später zeigen.

Phase 3

Was Deutschland beim Gehen auslöst.

Während der Visa-Prozess nach vorne schaut, schaut das deutsche Steuerrecht zurück. Es fragt nicht, was Sie in den USA vorhaben. Es fragt, was Sie in Deutschland zurücklassen.

Zwei Mechanismen greifen: Die Wegzugsteuer besteuert den fiktiven Veräußerungsgewinn Ihrer GmbH-Anteile beim Verlassen Deutschlands. Die erweiterte beschränkte Steuerpflicht kann deutsche Einkünfte bis zu zehn Jahre nach dem Wegzug weiterbesteuern.

Wegzugsteuer im Kontext USA →
§ 2 AStG: Erweiterte beschränkte Steuerpflicht →

Was das für Ihre Planung bedeutet

Deutschland besteuert den Wegzug auf zwei Ebenen: einmalig über die Wegzugsteuer und laufend über § 2 AStG. Beide Mechanismen müssen vor dem Wegzug eingeordnet werden.

Phase 4

Was die USA ab Ihrem Residency Starting Date verlangen.

Sobald Sie steuerlich ansässig werden — durch eine Green Card oder die Erfüllung des Substantial Presence Tests — erfasst die US-Steuerpflicht Ihr gesamtes Welteinkommen. Das Jahr Ihres Wegzugs wird für den IRS zu einem Dual-Status Year: Vor dem Stichtag gelten Sie als Nonresident Alien, danach greift die unbeschränkte Welteinkommensbesteuerung.

Ein E-2-Visum allein begründet keine automatische US-Steuerpflicht. Aber bei tatsächlicher Anwesenheit in den USA kann der Substantial Presence Test greifen.

Was das für Ihre Planung bedeutet

Die US-Steuerpflicht beginnt an einem konkreten Tag. Sie wartet nicht, bis Sie Ihre Strukturen sortiert haben.

Phase 5

Wo beide Systeme aufeinandertreffen.

Die steuerlichen Konflikte eines USA-Wegzugs liegen nicht in Deutschland allein und nicht in den USA allein. Sie liegen an der Schnittstelle — dort, wo beide Systeme auf dieselbe Struktur blicken und sie unterschiedlich einordnen.

Das zentrale Beispiel: Die LLC ist in den USA eine steuerlich transparente Gesellschaft. Das deutsche Steuerrecht stuft dieselbe LLC regelmäßig als Kapitalgesellschaft ein. Derselbe Gewinn, zwei Besteuerungslogiken, kein automatischer Ausgleich.

LLC-Qualifikationskonflikt: Warum Deutschland Ihre LLC anders besteuert als die USA →

Was das für Ihre Planung bedeutet

Keine Gestaltung darf nur aus einer Länderperspektive beurteilt werden. Jede Maßnahme, die in Deutschland steuerlich motiviert ist, muss auf ihre US-Konsequenzen geprüft werden.

Phase 6

Die richtige Reihenfolge — und das fehlende Stück.

LLC oder C-Corp? Florida, Delaware oder Wyoming? Das sind die Fragen, mit denen die meisten Unternehmer in die Beratung kommen. Sie sind nicht falsch. Aber sie sind verfrüht.

Die Wahl der US-Rechtsform hängt von Ergebnissen ab, die erst aus den vorherigen Phasen entstehen. Wer diese Fragen übergeht und direkt eine LLC gründet, optimiert eine Variable, ohne die Gleichung zu kennen.

Was das für Ihre Planung bedeutet

Ihr bestehendes Beraterteam ist notwendig. Was fehlt, ist eine integrierende Instanz, die die Schnittstelle zwischen Einwanderungsrecht und Steuerrecht verantwortet.

Häufige Fragen

Die Wegzugsteuer nach § 6 AStG besteuert den fiktiven Veräußerungsgewinn von Anteilen an Kapitalgesellschaften, wenn der Gesellschafter seinen Wohnsitz in Deutschland aufgibt. Betroffen ist, wer mindestens 1 % an einer Kapitalgesellschaft hält. Bei einem Wegzug in die USA wird die Steuer grundsätzlich sofort fällig. Eine Ratenzahlung ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich, aber an Sicherheitsleistungen geknüpft.

Idealerweise 12 bis 18 Monate vor dem geplanten Wegzug. In dieser Phase können Bewertungen erstellt, Stundungsanträge vorbereitet und Strukturentscheidungen auf solider Grundlage getroffen werden. Auch bei kürzeren Vorlaufzeiten ist eine Planung möglich, aber der Handlungsspielraum ist dann deutlich eingeschränkt.

Nein. Das E-2-Visum allein begründet keine US-Steuerpflicht. Entscheidend ist der Substantial Presence Test: eine gewichtete 183-Tage-Formel über drei Kalenderjahre. Bei tatsächlicher Anwesenheit in den USA kann dieser Test auch für E-2-Inhaber greifen. Ab diesem Zeitpunkt gilt Worldwide Taxation.

Die US-Steuerpflicht beginnt ab Erhalt der Green Card. Worldwide Taxation greift sofort. Die Wegzugsteuer und die erweiterte beschränkte Steuerpflicht nach § 2 AStG gelten identisch wie beim E-2-Fall. Der wesentliche Unterschied: Beim Green-Card-Weg entfällt der Visa-Vorlauf. Die unbeschränkte US-Steueransässigkeit beginnt an Ihrem Residency Starting Date. Das Jahr Ihres Zuzugs wird zu einem Dual-Status Year.

Ich ersetze Ihre Berater nicht. Ich verantworte die Schnittstelle zwischen deutschem Beraterteam und US-Seite — damit Zuständigkeiten, Reihenfolge und Übergaben koordiniert sind und kein Berater am anderen vorbeiarbeitet.

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